Museumsleiterin Brigitte Neichl feiert "porzellanenes" Jubiläum

20 Jahre ehrenamtliche Arbeit in Wiens gemütlichem Bezirksmuseum

20 Jahre sind eine lange Zeit. Wer solange verheiratet ist, feiert die porzellanene Hochzeit. Und seit 20 Jahren ist auch Brigitte Neichl schon im Bezirksmuseum Rudolfsheim-Fünfhaus tätig. Zuerst als einfache Mitarbeiterin, dann als Kustodin, später als stv. Museumsleiterin. Seit 2011 ist sie die CEO des Museums.

Das Museum war ihr Schicksal 

Begonnen hat alles 1995. Brigitte Neichl, damals noch Studentin und bereits Mutter dreier Kinder, suchte nach einem Nebenjob, der sich gut mit Studium und familiären Pflichten vereinen ließ. Deshalb schrieb sie u.a. an den damaligen Bezirksvorsteher Friedrich Krammer. Dieser lud sie daraufhin in die Bezirksvorstehung ein. Einen bezahlten Job konnte er ihr zwar nicht anbieten, aber er führte sie ins Bezirksmuseum und bot ihr an, sich dort umzusehen. Ja und wie das Leben so spielt, blieb sie dort "pickn" und prägt seitdem die Geschicke des Museums mit.

Meilensteine der Museumsarbeit

Einige Meilensteine auf diesem Weg waren die Eröffnung der Dauerausstellung 1998, die Durchführung eines EU-Projekts 1999 und die Initiierung des KinderKulturTreffpunkt 15, eines sozio-kulturellen Projekts für Kinder von 6-12 Jahren. 2007 rief sie die Veranstaltungsschiene "Kultur & Cafe" ins Leben, das seither ein vielfältiges Vortragsangebot bietet. Ebenso lang beteiligt sich das BM 15 am Tag der Wiener Bezirksmuseen und zeigt jährlich zumindest eine neue Sonderausstellung. Seit 2011 gibt Neichl die "Edition Bezirksmuseum 15" heraus, die (bezirks)historische Themen behandelt.

Verdiente Auszeichnungen

Neben ihrem Brotberuf als Programm-Managerin in der Erwachsenenbildung verbringt Brigitte Neichl viele Stunden im und fürs Museum. Freizeit ist da fast ein Fremdwort. Doch die Tätigkeit im Dienst der Wiener Bevölkerung ist „Hobby und Berufung“ für die engagierte Bezirkshistorikerin. Sie freut sich, dass ihr diese Tätigkeit die Gelegenheit bietet, ihre Freude am Organisieren und ihre kreative Ader auszuleben und mitzuhelfen, „den Menschen in Rudolfsheim-Fünfhaus die Geschichte ihres Bezirks näherzubringen“. Diese verdienstvolle Arbeit wurde auch bereits 2011 mit der Wahl zur Frau des Jahres im 15. Bezirk und 2012 mit der Verleihung des Bundes-Ehrenzeichens der Republik Österreich gewürdigt.

Großes Herz & Große Ziele

Für ihr mit den Jahren stetig wachsendes junges Team ist sie eine „Chefin mit einem großen Herzen“, die ihre MitarbeiterInnen stets mit Charme und Konsequenz zu motivieren weiß. Das ist nicht immer einfach, da alle, so wie sie selbst, ehrenamtlich, das heißt neben dem Beruf und ohne Bezahlung, tätig sind. Für die Zukunft hat die Jubilarin noch viel vor - das gesamte Bild- und Kartenmaterial soll eingescannt werden und dann digital den BesucherInnen für Recherchen zur Verfügung stehen, das Angebot für Kinder und auch das Vortragsangebot soll erweitert werden und es soll noch mehr Zusammenarbeit mit Institutionen und Initiativen im Bezirk geben. Ihr größter Wunsch: Noch mehr Zeit für die spannende erfüllende Tätigkeit im Bezirksmuseum zu haben, um all ihre Pläne und Ziele umsetzen zu können.

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Kommentare: 1
  • #1

    Eva (Samstag, 12 September 2015 14:48)

    Nochmals: Herzlichen Glückwunsch !

    Leider kann ich halt nicht so mitziehen, wie ich möchte, aber ich werde weiter tun, was ich kann.

    lg eva